Amerika Blog

USA und andere Themen

Die Erzkonservativen sind doch eh schwul

Wo wir gerade vom Santorum sprechen, der mich an andere Irre erinnert, die sich als schwul entpuppt haben, hier ist ein Artikel ueber einen ehemaligen katholischen Priester.

Aber der amerikanische Konservative scheint noch ein ganz anderes Tier zu sein.  Ich lese gerade Chris Mooney's The Republican Brain, und konservativ veranlagte Menschen deren Weltbild nicht genug herausgefordert wird glauben die irrigsten Dinge.  Auch wenn sie richtig intelligent sind (also die Mathematik von, z.B. Relativitaetstheorie, Dingen verstehen).

Der Santorum scheint allerdings in einer anderen Kategorie zu sein...

 

April 10, 2012 | Permalink | Comments (0)

Schon schade, dass der Santorum doch nicht weiter machen will. War sogar richtig lustig mit ihm. Ich denke doch, dass wir in 10 Jahren oder so rausfinden, dass er schwul ist. Er ist was der Ami "creepy" nennt und solche Leute stehen nicht nur fuer "Familienwerte" weil die so geil sind. Es ist hier schon richtig oft vorgekommen, dass die militanten Konservativen schwul waren. Offensichtlich auch anderswo...

http://www.sueddeutsche.de/leben/kirche-und-homosexualitaet-sie-sind-eine-schande-fuer-unsere-kirche-1.1257731

April 10, 2012 | Permalink | Comments (1)

Was hat'n der Orwell mit dem Euro zu tun?

Paul Krugman haette wohl auch Comedian werden koennen.  Der Deutsche wuerde seine Anspielungen aber nicht verstehen.

Da sind wir etwa 5 Jahre in der Krise und in Deutschland, vermutlich in ganz Europa, und vielfach in den USA, sprechen "die Leute" immernoch nur von der Schuldenkrise.  Es stimmt schon, dass es im allgemeinen um Schulden geht.  Aber der Volksmund (und die angeblich "linken" Medien) weiss nur, dass die Staatsschulden das Problem sind.

Die Krise ist allerdings nicht von Staatsschulden verursacht worden, sondern von Banken, die viel Geld an Leute verliehen haben, die es nicht zurueckzahlen koennen.  Als das klar wurde haben die Schuldner nicht mehr Nachfragen koennen und die Wirtschaftsleistung ist vielfach drastisch gesunken.  Das fuehrte zu weniger Steuereinnahmen und groesseren Ausgaben fuer Arbeitslosengeld und anderen Stuetzen. 

Ursache und Wirkung.

Neueste Nachricht: Europa einigt sich auf Massnahmen, die die Krise noch schlimmer machen.

Wer glaubt, dass Haushaltsdefizite das Problem sind (und nicht die Konjunktur) muss die natuerlich eindaemmen.  Und was Europa da "Fiskalunion" nennt ist nur ein Haushaltsdiktat.  Demokratisch ist das auf keinen Fall und, wie Kevin O'Rourke und Krugman deutlich machen, ist es eben auch keine Fiskalunion.

With this in mind, the most obvious point about the recent summit is that the “fiscal stability union” that it proposed is nothing of the sort. Rather than creating an inter-regional insurance mechanism involving counter-cyclical transfers, the version on offer would constitutionalize pro-cyclical adjustment in recession-hit countries, with no countervailing measures to boost demand elsewhere in the eurozone. Describing this as a “fiscal union,” as some have done, constitutes a near-Orwellian abuse of language.

In einer Fiskalunion wuerden Gelder and schwache Staaten fliessen um Konjunkturschwaechen zu bekaempfen.  Deutschland wuerde also griechische (spanische, italienische, irische...) Arbeitslose versichern.

Da das keiner will fuehrt das Haushaltsdiktat zu politischen Radikalisierungen und letztendlich zum Ende der EU.  Keine (ausser evtl. der Deutschen) Regierung wird es lange aushalten (d.h. sie werden abgewaehlt und vermutlich durch extreme Rechte oder Linke ersetzt) wenn das Diktat Konjunkturschwaechen verstaerkt.

Warum sollen alle nur Leiden weil Deutschland Angst vor moderater Inflation hat?

December 10, 2011 | Permalink | Comments (0)

Illegale Einwanderer, Produktivitaet und unsere Einstellungen

In den USA sind illegal eingewanderte Mexikaner (und andere Nationalitaeten) schon lange Zeit immer grosses Thema.  Bisher sind meist nur Bundesbehoerden mit den Illegalen beschaeftigt.  Nun haben aber Staaten wie Arizona und Alabama es auf sich genommen Einwanderungsgesetze durchzusetzen.  Die Republikanischen Kandidaten haben sich alle, bis auf Newt Gingrich, fuer diese Regelungen ausgesprochen.

Die Diskussion ist natuerlich ob die Illegalen Amerikanern Arbeitsplaetze wegnehmen oder nur die Arbeit verrichten, die Amis nicht machen wollen. 

Ich habe schon lange den Verdacht, dass es auch ohne Illegale geht.  Es wuerde allerdings ein paar Investitiionen noetig machen.  Vor zwei Tagen lese ich dann eine relevante Anekdote.

Die Lektuere behandelt eben auch die sozialen Beziehungen und den verbundenen Rassismus.

Das hat mich dann an einen weiteren Blogeintrag erinnert und an Orwell's "Road to Wigan Pier".  Nach seiner Beschreibung der Bedingungen mit denen Bergarbeiter leben muessen, beschreibt Orwell auch die Einstellungen der Sozialisten in England zur Arbeiterklasse.  Theoretisch sind wir alle fuer bessere Bedingungen fuer alle.  Wenn wir dann aber mit den unteren Schichten in Kontakt kommen, geben wir das lieber wieder auf.  Durch die physische Abgrenzung aendert sich nichts.  Wir, auch die eben nur gebildete, nicht finanzielle, Mittelschicht grenzen uns lieber von "denen" ab.

Und oft hat das wirklich mit Rassismus zu tun, und nicht nur Abneigung.  Henry Farrell erinnert uns an das Buch "The Bell Curve" (Die Gausssche Normalverteilung, so etwa 1995), in dem die Autoren "beweisen", dass Schwarze weniger intelligent sind.  Stimmt natuerlich nicht, aber auch Sozialdemokraten glauben aehnliche Thesen. 

Werde das noch mal ueberdenken, aber scheint mir doch, dass es hier, viel staerker als in Deutschland, weniger Beruehrungen zwischen Schichten gibt.  Ich denke, dass selbstaendige Handwerker in Deutschland eher Umgang mit "Akademikern" haben als hier.  Und auch wir haben sehr wenig Kontakt mit Leuten, die nicht zum College (vor kurzen gelesen, dass nur 30% der Amis einen Collegeabschluss haben) gegangen sind. 

Wie Politiker, meist Rechtsanwaelte (also mehr als nur College hinter sich haben), da wirklich fuer die ganze Bevoelkerung Politik machen sollen, weiss ich nicht.

December 03, 2011 | Permalink | Comments (0)

Wie ist der Trend?

Krugman deutet hier auf etwas wichtiges hin (wie schon oft): Kurzfristige und "gut" ausgewaehlte Daten zitieren um seine Ideologie zu bestaetigen.  Das hat mich an die neuesten Nachrichten zur Inflation in Europa erinnert.  In der Sueddeutschen sieht man dann diese Ueberschrift:

Inflations-Anstieg erschwert Kampf gegen Schuldenkrise

Ich habe mir bei Eurostat mal die monatlichen Daten angesehen (ich bin eher an laengerfristigen interessiert) und da sieht es nicht gerade nach einem Trend aus.

Gerade bei monatlichen Aenderungen spielt der Oelpreis immer eine viel zu grosse Rolle.  Da kann man keine Aussagen treffen.  Fundamental sieht es so aus: Hohe Arbeitslosigkeit und schwache Konjunktur druecken die Inflation.  Und es waere nett in dieser Situation hoehere (4-5%) Inflation durch die Druckmaschine zu bekommen.

October 01, 2011 | Permalink | Comments (0)

Und die Nachfrage...

Nur noch mal: Wer glaubt, in einer Krise wie der jetzigen in Griechenland (aber auch Grossbritannien) mit Sparen am Haushalt die Defizite unter Kontrolle bringen zu koennen, der hat offenbar die Definition vom Sozialprodukt vergessen:

Y=C+I+G+Export-Import

Da C niedriger ist und durch hoehere Arbeitslosigkeit und Ueberschuldung nicht waechst, I wegen niedrigerer Nachfrage nicht notwendig ist, und Exporte durch den starken Euro und recht fester Kosten nicht steigen, bring ein kleineres G eben noch niedrigeres Y.

Und mit niedrigerem Y gibts weniger Steuereinnahmen und wegen hoher Arbeitslosigkeit hoehere Ausgaben.  Da macht man das Defizit nur noch schlimmer.

September 17, 2011 | Permalink | Comments (0)

Fataler Irrtum? Echt jetzt?

Die Clownshow in Europa setzt sich fort.  Offenbar kennen vor allem die Deutschen nur ein Rezept: Sparen!

Wie Krugman sagt, scheint in Deutschland (Volks-)Wirtschaftspolitik als Tugendspiel angesehen wird: Wenn du zu viel Schulden gemacht hast, dann musst du jetzt leiden.

Zumindest einer scheint zumindest den Geldpolitischen Aspekt zu verstehen:

Bei dieser aufgeregten Diskussion ist es wichtig, zunächst zwischen zwei unterschiedlichen Problemfeldern zu unterscheiden. Auf der einen Seite ist zu prüfen, wie sich die Anleihekäufe auf die Geldpolitik der EZB und damit auf ihr Hauptziel der Preisstabilität auswirken. Auf der anderen Seite muss man sich fragen, welche Anreize davon auf die Fiskalpolitik in den Mitgliedsländern ausgehen. Dadurch können sich mittelfristig allerdings ebenfalls nachteilige Auswirkungen auf die Preisstabilität des Euro-Raums ergeben.

Und die Preisstabilitaet? Haengt u.a. von der Geldmenge ab:

So war vor einem Jahr der Anleihebestand der EZB um rund 100 Milliarden Euro geringer als heute. Dafür lagen die Refinanzierungskredite rund 80 Milliarden Euro höher. Zudem nutzt die EZB die Möglichkeit, die Liquidität der Banken über verzinsliche Termineinlagen zu sterilisieren. Auf die Kreditvergabe der Banken haben die Anleihekäufe bisher keinen expansiven Effekt ausgeübt. Die Zuwachsrate der Kredite an den Privatsektor ist mit derzeit 2,4 Prozent im Vorjahresvergleich weiterhin sehr schwach und die von den Privaten gehaltene Geldmenge wächst mit derzeit zwei Prozent deutlich schwächer als der von der EZB angestrebte Referenzwerte von 4,5 Prozent.

Da gibt es eben die bekannte Gleichung des Austauschs: M*v=P*Y, also Geldbestand/-angebot mal Umlaufgeschwindigkeit ist Preisniveu mal Gueterangebot.  Denkt man, dass sich nur das Geldangebot aendert, muss die andere Seite der Gleichung entweder durch geaendertes Angebot oder Preise aendern.  Schneller geht's halt ueber Preise.

Ich glaube es war Steinbrueck im Dezember 2008, der vom krassen Keynesianismus sprach.  Wer allerdings glaubt, dass mehr Geld immer hoehere Preise nach sich zieht, ist dem krassen Klassizismus verfallen.  Leider sehen das auch etablierte Oekonomen aehnlich.  Aber es ist einfach krank: Wer nur mal kurz ueber Griechenland und anderswo liest, weiss, dass das Gueterangebot/Nachfrage erheblich gesunken ist.  Es liegt auch nahe, dass die Umlaufgeschwindigkeit gesunken ist.  Um also das Preisniveau einigermassen stabil zu halten und nicht in Deflation zu verfallen, muss die Geldmenge stark steigen. 

Wer denkt, dass es gut ist, dass das Gueterangebot stark zurueck geht, findet es wohl auch gut, dass wir mit Massenarbeitslosigkeit leben muessen.  Und das ist pervers.

Deshalb habe ich wenig Verstaendnis wenn dann da sowas steht:

Problematischer sind die Auswirkungen auf die fiskalische Disziplin im Euro-Raum.

Der schreibt auch noch gute Sachen, aber es ist schon schwach.

 

September 17, 2011 | Permalink | Comments (0)

Ursachenforschung (Finanzkrise) II

Obwohl ich das Schaeuble Zitat nicht gefunden habe, fand ich dies:

"Weltweit sind gescheiterte Währungsunionen stets daran zugrunde gegangen, dass man auf Spannungen aufgrund unterschiedlicher Wirtschaftsentwicklung mit einer Monetarisierung der Schulden reagiert hat. ..."

Ich bin dann doch sehr erstaunt wie idiotisch die Elite doch ist.  Es fallen mir da gleich mehrere Beispiele ein, die das widerlegen.  Z.B. hatte Argentinien seine Waehrung an den Dollar gekoppelt um eben die Monetarisierung zu verhindern.  Als dann der Dollar Ende der 90er anstiegt ist dann die Wirtschaftskrise in Argentinien wegen der hohen Zinsen ausgebrochen.

Zu exotisch?  Vor dem Euro als Waehrung gab es da mal den Europaeischen Wechselkursmechanismus.  Gluecklicherweise gab es da keine richtige Waehrungsunion, aber 1992 ist der Zerbrochen, weil die Deutschen glaubten temporaere (durch Vereinigungspolitiken) Inflation mit hohen Zinsen bekaempfen zu muessen.  Das fuehrte zu hoher Arbeitslosigkeit und allgemeiner Wirtschaftsschwaeche im Rest Europas (aber auch Deutschland) und die Unmoeglichkeit das politisch zu verantworten.

Wer etwas von (Wirtschafts-) Geschichte kennt, weiss auch, dass genau diese Ursache fuer die Aufloesung des Goldstandards verantwortlich ist.

Also, es war stets, dass die durch "harte Waehrungspolitik" hervorgerufene wirtschaftliche Schwaeche in Teilen von Waehrungsunionen politisch nicht haltbar war.  Und darueber hinaus sind solche Massnahmen eben auch wirtschaftlich unnoetig und oft irre.

Wieso solche Ignoraten Politik fuer uns machen ist unbegreiflich.  Aber da war schon immer die Frage ob sie Dumm sind oder luegen.

August 27, 2011 | Permalink | Comments (0)

Ursachenforschung (Finanzkrisen) I

Krugman laesst sich sagen, dass Schaeuble in einer Rede sagte, dass alle Wirtschaftswissenschaftler sich einig sind dass eine, wenn nicht die wichtigste, Ursache der Krise zu hohe Regierungsschulden sind.

Eine deutsche Quelle habe ich leider nicht gefunden.  Da nun aber mindestens zwei der Krisenlaender (Irland und Spanien) vor der Krise sehr niedrige Schuldenstaende hatten, kann das nicht sein.  Also ist Griechenland an allem Schuld?

Na ja.  Ich denke halt an die vielen Banker, die in viel Mist investiert haben.  Offensichtlich auch in Griechenland.  Und vor allem wurde Irland wohl nahegelegt die Bankschulden zu garantieren.  Wenn ich mich recht entsinne kam das deutschen und amerikanischen Banken sehr zu Gute (wurde viel bei crookedtimber.org diskutiert).

Fazit: Wie Atrios (www.eschatonblog.com) das immer sagt, wir werden von Idioten regiert.  Wer die Ursache der Krise (Banken, fehlende Aufsicht) immernoch nicht kennt, der gehoert eigentlich nicht in Regierungen.

August 27, 2011 | Permalink | Comments (0)

Der TP-Index der (wirtschaftlichen-) Entwicklung

Ich liebe es dem Amerikaner vom deutschen Toilettenpapier (TP) zu berichten.  Und das gibt es auch aus 100% recyceltem Papier.

Und mir glaubt hier niemand, dass zu Zeiten des Kassettenrecorders die Autoradios bei abspielen von Kassetten diese mit Verkehrsmeldungen zu unterbrechen konnten.  Vom anzeigen der Bands und Titeln ganz zu schweigen.

Also, bringt mir TP.

August 25, 2011 | Permalink | Comments (0)

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