Wie schon mal gesagt, Joerg bei den Fulbrights glaubt, dass die USA mehr sind als Bush und die Neocons. Und das wuerde ich bestreiten. Im Prinzip blogge ich nur weil ich hier einigen Wandel miterlebt habe. Als die SPD damals den Kohl vom Thron gestossen hatten hoerte man von Genossen, und damals konnte man das noch ohne grosse Ignoranz sagen, dass man von den USA lernen koennte.
Auch damals waren hier Anzeichen sichtllich, dass nicht alles vorbildlich war. Doch das Wachstum und die Steigerung der Loehne und Gehaelter liessen auf den Erfolg des Systems schliessen. Doch das war damals.
Heute ist Amerika gleich Fox News. Der Ami ist so traege und laesst alles ueber sich ergehen weil es anscheinend keine Alternative gibt. Hoert man den Mainstream Medien (MSM), die angeblich so Links sind, zu, dann ist Amerika immernoch das beste Land auf der Welt. Und nirgentwo gibt es etwas besseres. Das Kommentariat in den Medien wird von Konservativen dominiert. Und die sind, wie wir inzwischen wissen, alle gekauft. Von Politik im Sinn von Policy haben die keine Ahnung.
Weil der Ami eben nichts von Alternativen hoert (in Deutschland ist das inzwischen auch aehnlich, gluecklicherweise gibt es da einen anderen Konsens) weiss er nicht, dass es anders geht. Da wird dann nicht debattiert ob mehr Deregulierung (was ja auch nicht stimmt, die neuen Regulierungen sind zum Schutz der Produzenten, nicht der Verbraucher, da) wirklich Nutzen maximiert. Oder ob Umweltschutz wirklich die Wirtschaft kaputt macht. Oder ob bei Einkommen in Millionenhoehe nicht ein Steuersatz von 50% oder mehr angebracht waere.
Neben Paul Krugman gibt es viele andere die das aehnlich sehen. (Nicht dass Krugman mir immer zustimmen wuerde.) Fareed Zakaria hatte Gesundheitsoekonom Uwe Reinhardt zu Gast bei Foreign Exchange der aehnliche Beobachtungen machte. Es sieht nicht so aus als ob sich hier etwas aendern wuerde. Es wird eher schlimmer (hoffentlich nicht). Deswegen sind die USA doch nur NeoKonservatismus, nichts anderes.