Man kann ueber Keynsianismus denken wie man will, aber wie kann man so was sagen:
Was bietet der Euro? Wer die Krise nach dem Lehman-Crash ohne die Gemeinschaftswährung überstehen musste, also alle Länder Osteuropas, war den Stürmen der Märkte viel härter ausgesetzt als Deutschland, Irland oder Griechenland. Der Euro stabilisierte. Eine Funktion, die sich in künftigen Krisen wieder zeigen wird, auch für Deutschland - und die eine mächtige Anziehung auf Staaten außerhalb der Euro-Zone ausübt.
Da veroeffentlicht eben der Spiegel ein wenig (viel zu schwache) Kritik an der Idee:
Die Krise jedoch traf das marktwirtschaftliche Musterland mit seinen niedrigen Steuersätzen und der geringen Staatsquote hart. Das Bruttoinlandsprodukt brach 2009 um fast 14 Prozent ein, die Arbeitslosigkeit schnellte auf über 15 Prozent in die Höhe. Bald waren sich die handelnden Personen in Tallinn jedoch einig. Die wenigsten wollten vom Traum der Euro-Einführung Abschied nehmen. "Unsere Probleme in der Wirtschaftskrise sind doch dadurch entstanden, dass wir den Euro noch nicht hatten", argumentierte Präsident Ilves.
Ja, aber der Euro stabilisierte... Wie kann eine Zeitung so was, ohne auf die realitaetsferne dieser Aussage hinzuweisen, veroeffentlichen?
Wie der einflussreichste linke europaeische Denker sagt:
But the cost of the adventure so far has included a Depression-level slump: GDP is growing again, but only after falling 18 percent. The IMF projections only go out to 2015 — and even then, the Fund expects GDP still to be below its 2007 level. Unemployment, having risen to almost 18 percent, is expected to remain above 10 percent into 2014.
So, congratulations to Estonia — but condolences too. This wasn’t the glittering euro entrance you were promised.
Wer braucht sie denn, wenn so Stabilitaet aussieht?
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