Via Krugman, die PIGS (Portugal, Italien, Griechenland, Spanien) haben schon den Goldstandard nicht vertragen:
Andere Länder, darunter Italien, Spanien, Portugal und Griechenland (P.S.: kein Witz. Irland war damals übrigens noch kein souveräner Staat) hielten die Goldbindung nicht durch – u.a. weil Deflation ihre Schulden aufwertete, und die prozyklische Fiskalanpassung, welche dies erzwang, politisch nicht durchzuhalten war.
Da der Deutsche ja unbedingt Inflation gering halten will muessen diese Laender in der heutigen Krise eben mehr leiden als noetig. Grundsaetzlich sollte sich der Deutsche die Frage stellen was an moderater Inflation so schlimm ist. Was natuerlich nicht geht, ist pemanent mehr Arbeitsplaetze zu schaffen als Vollbeschaeftigung. Aber man kann ein Ziel von z.B. 5% Inflation ohne Nachteile verfolgen. Und es mache Anpassungen einfacher.
Aber auch das Währungsarrangement selbst – der Goldstandard – war stabiler in der inflationären Phase ab 1895. Zuvor meisterte nur ein harter Kern—darunter Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Belgien, Skandinavien, aber auch die USA oder Großbritannien—die makroökonomische Disziplin, welche der Goldstandard in einem deflatorischen Umfeld erzwang: d.h. Stagnation der Löhne und strikte fiskalische Haushaltsführung.
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Mit der Ankunft moderater Inflation änderte sich das. Italien z.B. trat zwar 1891 notgedrungen aus dem Goldstandard aus, aber schon 1902 wieder ein. Und am Vorabend des ersten Weltkriegs war selbst das ökonomisch rückständige Russland auf Gold.
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