In den USA sind illegal eingewanderte Mexikaner (und andere Nationalitaeten) schon lange Zeit immer grosses Thema. Bisher sind meist nur Bundesbehoerden mit den Illegalen beschaeftigt. Nun haben aber Staaten wie Arizona und Alabama es auf sich genommen Einwanderungsgesetze durchzusetzen. Die Republikanischen Kandidaten haben sich alle, bis auf Newt Gingrich, fuer diese Regelungen ausgesprochen.
Die Diskussion ist natuerlich ob die Illegalen Amerikanern Arbeitsplaetze wegnehmen oder nur die Arbeit verrichten, die Amis nicht machen wollen.
Ich habe schon lange den Verdacht, dass es auch ohne Illegale geht. Es wuerde allerdings ein paar Investitiionen noetig machen. Vor zwei Tagen lese ich dann eine relevante Anekdote.
Die Lektuere behandelt eben auch die sozialen Beziehungen und den verbundenen Rassismus.
Das hat mich dann an einen weiteren Blogeintrag erinnert und an Orwell's "Road to Wigan Pier". Nach seiner Beschreibung der Bedingungen mit denen Bergarbeiter leben muessen, beschreibt Orwell auch die Einstellungen der Sozialisten in England zur Arbeiterklasse. Theoretisch sind wir alle fuer bessere Bedingungen fuer alle. Wenn wir dann aber mit den unteren Schichten in Kontakt kommen, geben wir das lieber wieder auf. Durch die physische Abgrenzung aendert sich nichts. Wir, auch die eben nur gebildete, nicht finanzielle, Mittelschicht grenzen uns lieber von "denen" ab.
Und oft hat das wirklich mit Rassismus zu tun, und nicht nur Abneigung. Henry Farrell erinnert uns an das Buch "The Bell Curve" (Die Gausssche Normalverteilung, so etwa 1995), in dem die Autoren "beweisen", dass Schwarze weniger intelligent sind. Stimmt natuerlich nicht, aber auch Sozialdemokraten glauben aehnliche Thesen.
Werde das noch mal ueberdenken, aber scheint mir doch, dass es hier, viel staerker als in Deutschland, weniger Beruehrungen zwischen Schichten gibt. Ich denke, dass selbstaendige Handwerker in Deutschland eher Umgang mit "Akademikern" haben als hier. Und auch wir haben sehr wenig Kontakt mit Leuten, die nicht zum College (vor kurzen gelesen, dass nur 30% der Amis einen Collegeabschluss haben) gegangen sind.
Wie Politiker, meist Rechtsanwaelte (also mehr als nur College hinter sich haben), da wirklich fuer die ganze Bevoelkerung Politik machen sollen, weiss ich nicht.
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