Amerika Blog

USA und andere Themen

Wie kann man die ernst nehmen?

Der Grand Canyon ist nur wenige tausend Jahre alt.  Das ist biblisch begruendet und wird im National Park verkauft (als Buch).  Und die Park Angestellten duerfen keine Antwort auf die Frage des Alters des Canyons geben.  Das ist das Bushs Amerika.

Ich habe vor kurzem Atrios als einen der besten Blogger erkannt.  Der beschreibt oft wie die Weisen Maenner Washingtons, also das Kommetariat, bestimmen was in der Oeffentlichen Diskussion ernst genommen werden darf. 
Laecherlich war da immer wieder Howard Dean, jetzt Vorsitzender der Demokraten.  Es war unmoeglich, dass er z.B. dachte, dass der Irak Krieg eine schlechte Idee war und dass die Gefangennahme von Saddam Hussein uns nicht sicherer machen wuerde.

Bush hingegen wird immernoch ernst genommen.  Trotz der lauter werdenden Kritik sind wir noch nicht an dem Punkt wo die Laecherlichkeit seiner Positionen und Politiken hervorgestellt werden. 

Und bei den Fulbrights und in der Medienkritk sind angeekelte Leute wie ich einfach nur anti-amerikanisch.  Oder, wie Atrios das beschreibt, "Dirty Fucking Hippies".

Frohes Neues Jahr!

December 31, 2006 in Kulturkampf | Permalink | Comments (5) | TrackBack (0)

USA mehr als Neokonservatismus?

Wie schon mal gesagt, Joerg bei den Fulbrights glaubt, dass die USA mehr sind als Bush und die Neocons.  Und das wuerde ich bestreiten.  Im Prinzip blogge ich nur weil ich hier einigen Wandel miterlebt habe.  Als die SPD damals den Kohl vom Thron gestossen hatten hoerte man von Genossen, und damals konnte man das noch ohne grosse Ignoranz sagen, dass man von den USA lernen koennte.

Auch damals waren hier Anzeichen sichtllich, dass nicht alles vorbildlich war.  Doch das Wachstum und die Steigerung der Loehne und Gehaelter liessen auf den Erfolg des Systems schliessen.  Doch das war damals.

Heute ist Amerika gleich Fox News.  Der Ami ist so traege und laesst alles ueber sich ergehen weil es anscheinend keine Alternative gibt.  Hoert man den Mainstream Medien (MSM), die angeblich so Links sind, zu, dann ist Amerika immernoch das beste Land auf der Welt.  Und nirgentwo gibt es etwas besseres.  Das Kommentariat in den Medien wird von Konservativen dominiert.  Und die sind, wie wir inzwischen wissen, alle gekauft.  Von Politik im Sinn von Policy haben die keine Ahnung.

Weil der Ami eben nichts von Alternativen hoert (in Deutschland ist das inzwischen auch aehnlich, gluecklicherweise gibt es da einen anderen Konsens) weiss er nicht, dass es anders geht.  Da wird dann nicht debattiert ob mehr Deregulierung (was ja auch nicht stimmt, die neuen Regulierungen sind  zum Schutz der Produzenten, nicht der Verbraucher, da) wirklich Nutzen maximiert.  Oder ob Umweltschutz wirklich die Wirtschaft kaputt macht.  Oder ob bei Einkommen in Millionenhoehe nicht ein Steuersatz von 50% oder mehr angebracht waere.

Neben Paul Krugman gibt es viele andere die das aehnlich sehen.  (Nicht dass Krugman mir immer zustimmen wuerde.)  Fareed Zakaria hatte Gesundheitsoekonom Uwe Reinhardt zu Gast bei Foreign Exchange der aehnliche Beobachtungen machte.  Es sieht nicht so aus als ob sich hier etwas aendern wuerde.  Es wird eher schlimmer (hoffentlich nicht).  Deswegen sind die USA doch nur NeoKonservatismus, nichts anderes.

May 14, 2006 in Kulturkampf | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)

Militaer und Zivile Fuehrung

In Amerika sollte eigentlich das Militaer unpolitisch sein.  Ist es nicht.  Z.B. lassen die Militaers einen Ekelkonservativen Daemagogen (Rush Limbaugh) jeden Tag im Militaerradio sprechen, haben aber keine linkere Stimme.

Die Fulbrights bei Atlantic Review haben einen Beitrag in dem sie Richard Holbrooke zu Worte kommen lassen.  Angeblich wollten die Militaers nach Vietnam die Politiker nie wieder solche Fehler machen.  Mit Irak hat das aber nicht geklappt.  Angeblich weil sie sich eben nicht in Politik einmischen wollen oder sollen.  Und vor allem sollen sie nicht Politiker kritisieren waehrend auf die Soldaten geschossen wird.

Mein "BS Meter" schlaegt Alarm.  Holbrooke weiss das ganz genau.  Die Militaers unterstuetzen Republikaner und versuchen Demokraten loszuwerden.  Und wir wissen wie Somalia und Jugoslawien hier breitgetreten wurden.  Da wurde von allen Seiten kritisiert waehrend auf Soldaten geschossen wurde. 

Das schlimmste war allerdings wie die Militaers Clinton handicapten.  Wer Richard Clarke's Against All Enemies gelesen hat weiss, dass die Militaers Clinton immer nur unmoegliche Optionen praesentierten.  Und Clarke zitiert genug Leute die ihn nicht verbesserten.  Die einzige Kritik die die Bushies hatten war das Clarke angeblich schwul ist. 

Wer diese politische Haltung der Militaers vernachlaessigt wird den wahren Grund fuer dieses Versagen der gesamten Regierung, inclusive Judikative, und wer den Militaerisch Industriellen Komplex separat anfuehren will soll das tun, nie verstehen.  Der Irak Krieg (besser: ein Desaster wie Irak) ist wirklich nur die logische Folge der Entwicklungen seit Vietnam. 

Wen's interessiert: Viele ehemalige Militaers und vor allem die Neokonservativen haben die Vorstellung weit verbreitet, dass Vietnam von den 68gern verloren wurde.  Und waere nicht staendig Blut in den Medien gezeigt worden haette der Krieg richtig gefuehrt werden koennen.  Durch die massive finanzielle Unterstuezung der Neokonservativen durch irre Industrielle und Reverend Moon haben sich solche Meinungen auch in den "Mainstream" Medien verankert.  Ich habe lange Zeit die Auswirkungen des Vietnam Krieges und der Vietnam Proteste auf die politische Orientierung dieses Landes (d.h. die USA) vernachlaessigt.  Und die Auswirkungen sind nicht gut...

May 06, 2006 in Kulturkampf | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)

Was ist "PC"?

Per des dritten Kommentars der hier hinterlassen wurde habe ich keine Ahnung.  Und bin zu anti-amerikanisch und das waere doch schlimm wenn man Blutsauger amerikanisch nennt, auch wenn sie Blutsauger sind.
Die Ahnung die mir fehlt ist, dass es die Profitgier auch in Deutschland gibt und man da Amerika nicht gross nachahmen muss.  Mag sein (ist aber nicht die ganze Story).  Doch der so hochgepriesene Leitartikel im WJS sagt dieses:

Chancellor Gerhard Schroeder has "successfully" used to reject necessary economic reforms. And just as it has poisoned the economic debate in Europe, anti-Americanism also poisons the debate about how to deal with terrorism. Any measure that involves the U.S. is almost immediately tainted as being beyond the pale.

Wie gesagt, die Meinungsseite des WSJ sollte man am besten gleich wegwerfen.  Wer sich auf die Irren bezieht sollte sich erst einmal schaemen.  Die Scheisse die da verwurschtelt wird gehoert nicht in die zivilisierte Welt.  Die Kritik an mir ist da so:

Profitgier gibt es hier doch schon laengst. Da braucht man nichts aus Amerika nachahmen.

Wie gesagt, mag sein.  Doch die Unterschiede zwischen den USA und Deutschland sind immer noch sehr gross.  Was das WJS, und viele, wie Ulrich Speck von der Zeit, sagt, ist dass wir mehr so werden sollen wie die Amis.  Und da sage ich nein.  Die "noetigen Reformen" sind nicht noetig und kontraproduktiv.  Wer nur einen Teil des Artikel verwenden will sollte sich erst einmal vom Rest distanzieren.
Dann ist da aber noch das mit den "amerikanischen Blutsaugern."  Erst einmal Hintergrund:

Als ich Mitte der 90ger hier ankam war das grosse "Buzzword" der Neo- und anderen Konservativen "PC": Political Correctness.  Man darf Dinge nicht beim Namen nennen, wie in Deutschland eben.  Zu viele Tabus, aber in den USA sind die "Linken" die jenigen die ohne Grund (wie z.B. einen Holocaust) die Party vermiesen.
Und da waren auch viele komische Dinge dabei.  Behinderte wurden so was wie "andersartig befaehigte" und die Armen waren nicht die "Unterklasse", weil das deren Selbstwertgefuehl beschaedigte, sondern einfach minderpriviligiert. 
Minderheiten mussten deswegen mit Samthandschuhen angefasst werden und verallgemeinern durfte man nichts.
Wer haette es Ahnen koennen, dass die Konservativen genau die gleiche Scheisse anstellen wuerden.  Der Praesident luegt nicht, er hat eben nur falsche Informationen gehabt.

Aber man darf haeufig wieder die Wahrheit sagen und sollte das auch ueber diese Finanzfirmen sagn duerfen.  Und eben auch in Deutschland: Sind die Finanzfirmen die kurzfristig in Unternehmen investieren um sie nach zweifelhaften Umstellungen zu verkaufen ueberwiegend Amerikaner oder wie?  Bei der Deutschen Bank ist auch nur noch der Name deutsch.  Joe hat da ganz schoen amerikanisch umgebaut (das weiss ich aus erster Hand).  Also, wer ist da noch?

Im Zusammenhang mit dem WSJ Artikel scheint es dann auch noch so zu sein, dass diese Art Kapitalismus eine Notwendigkeit ist, ohne die man arm wird.  Ironischer Weise sind es eben auch Schroeders Reformen die das alles ermoeglicht oder erleichtert hat.  Und auf den Aufschwung warten wir immer noch...

Die Frage ist hier, ob bei Folter oder Blutsaugen, wer tut's?  Die Deutschen foltern im Sudan?  Oder die Amis global?  Wer hat gerade ohne Notwendigkeit DIREKT 15,000 Menschen in einer Invasion getoetet und mehr als 100,000 indirekt das Leben genommen?  Die Deutschen Firmen im Sudan oder die Amis im Iraq?  Wie hoch ist das Volumen der deutschen Finanziers?  Der amerikanischen?

Und dann noch David's Medienkritik zu loben wenn die wirtschaftliche Rhetorik mit Nazi-Propaganda verglichen wird!  Der Artikel in der IG Metall war vergleichsweise akademisch.

Also, nee.  So nicht.
Und ueberhaupt, ich weiss nicht wie viele deutsche Intellektuelle in der franzoesischen Regierung Alliierte sehen.  Kenne keinen.  Und gegenueber den Franzosen waren die die ich kenne immer schon sehr skeptisch.  Wenn dann aber die Amis anfangen zu heulen wir waeren nicht dankbar genug und, dass sie immernoch das grosse Vorbild an Demokratie sind, da weiss ich nicht ob ich lachen oder selber heulen soll.  Sollte da etwa die Kritik der Europaeer 

December 14, 2005 in Kulturkampf | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)

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